JPG ist bereits komprimiert
JPG verwendet eine verlustbehaftete Komprimierung. Wird dieselbe Datei wiederholt geöffnet und erneut als JPG gespeichert, können sich Verluste summieren. Arbeite deshalb möglichst vom Original und erzeuge den Webexport nur einmal. Eine schon stark komprimierte Datei lässt sich selten nochmals massiv verkleinern, ohne dass Artefakte sichtbar werden.
Woran schlechte Komprimierung erkennbar ist
- Blockartige Muster in gleichmässigen Flächen
- Unruhige Ränder um Schrift und kontrastreiche Objekte
- Banding in Himmel, Schatten und Farbverläufen
- Verlust feiner Texturen wie Haare, Stoff oder Laub
Diese Probleme fallen in einer 100-Prozent-Ansicht stärker auf als im fertigen Layout. Beurteile das Bild deshalb immer auch in seiner realen Darstellungsgrösse.
JPG oder WebP?
| Kriterium | JPG | WebP |
|---|---|---|
| Fotos | Gut | Sehr gut |
| Transparenz | Nein | Ja |
| Kompatibilität | Universell | In modernen Browsern breit |
| Dateigrösse | Solide | Oft kleiner bei ähnlicher Qualität |
Empfohlener Ablauf
- Nutze die bestmögliche Ausgangsdatei und vermeide mehrfaches JPG-Speichern.
- Skaliere zuerst auf die maximal benötigte Breite.
- Konvertiere für die Website nach WebP.
- Kontrolliere Gesichter, Verläufe und feine Strukturen.
- Vergleiche Dateigrösse und sichtbaren Unterschied statt nur einen Qualitätswert.
Guter Kompromiss: Wenn du beim Umschalten zwischen Original und Export in normaler Darstellung keinen klaren Unterschied siehst, ist eine grössere Datei selten gerechtfertigt.
Metadaten nicht vergessen
Kamera-Dateien können EXIF-Daten wie Aufnahmezeit, Kameramodell oder Standort enthalten. Ein neuer Webexport entfernt viele dieser Zusatzinformationen automatisch. Das spart Platz und reduziert die unbeabsichtigte Weitergabe privater Metadaten.